Rezension Phantasmen

Rezension zu Phantasmen von Kai Meyer

Erschienen im Carlsen Verlag, als Taschenbuch 398 Seiten, 8,99 Euro

Klappentext:
Eines Tages tauchten sie aus dem Nichts auf – die Geister der Toten. Millionen auf der ganzen Welt, und stündlich werden es mehr. Sie stehen da, bewegungslos, leuchtend, ungefährlich. An der Absturzstelle eines Flugzeugs, mitten in Europas einziger Wüste, warten zwei junge Frauen auf die Geister ihrer verunglückten Eltern. Rain hofft, die Begegnung wird ihrer jüngeren Schwester Emma helfen, Abschied zu nehmen. Auch Tyler, ein schweigsamer Norweger, ist auf seinem Motorrad nach Spanien gekommen, um ein letztes Mal seine große Liebe Flavie zu sehen. Dann erscheinen die Geister. Doch diesmal lächeln sie. Und es ist ein böses Lächeln.

Vor weg möchte ich anmerken, dass ich das Buch wirklich grandios finde. Ich habe schon bevor ich es gelesen habe sehr viel Gutes über Kai Meyer gehört, aber selbst noch nichts von ihm gelesen. Nun kann ich aber alles positive, was mir über seinen Schreibstil gehört habe, ausnahmslos bestätigen. Die Situationen werden sehr lebhaft und vor allem bildlich beschrieben. Das macht es einem wirklich leicht sich in das Buch und ins Geschehen hinein zu versetzen. Dadurch bekommen die Charaktere auch sehr lebhafte Züge, was mir persönlich immer gut gefällt.

Geschrieben ist das Ganze aus der Perspektive von Rain, die mir Anfangs wegen ihrer distanzierten Art ihren Eltern und Großeltern gegenüber eher unsympathisch ist, was sich aber schnell ändert, da ich die Beziehung zu ihrer kleinen Schwester Emma total rührend finde. Sie ist eben voll und ganz die große Schwester, die ihre kleine Schwester am liebsten vor allem und jedem beschützen möchte. Auch Tyler, den männlichen Protagonisten finde ich ganz toll. Er hat ein wenig was von diesem typischen Badboy Image, spielt jedoch gern den Helden und hat in jeder Situation einen Ausweg parat.

Überraschend gut gefallen hat mir auch der gruselige Anteil, da das sonst eher nicht mein Fall ist, jedoch war das hier durchaus passend und vor allem nicht zu viel. Die Erscheinungen der Geister werden, wie alles andere auch, wunderbar beschrieben und der Leser hat das Gefühl mitten drinnen dabei zu sein und man sieht alles vor seinem inneren Auge, was dazu führt, dass man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen möchte und auch nicht merkt, wie viel man schon gelesen hat.

Mir gefällt außerdem, dass es immer wieder zu actionreichen Szenen kommt, denn so wird es nie langweilig und das Buch liest sich quasi von alleine weg, doch auch die Szenen mit weniger action kommen nicht zu kurz. Die Mischung ist perfekt ausgewogen und meiner Meinung nach kann man das überhaupt nicht besser machen.

Mein Fazit:
Ich finde, dass das Buch definitiv zu wenig Aufmerksamkeit bekommt und von mir ist es eine absolute Kaufempfehlung! In einigen anderen Rezensionen habe ich gelesen, dass viele das Ende etwas enttäuschend finden, jedoch sehe ich das ganz anders. Mich stellt es völlig zufrieden und ich würde nichts daran ändern, aber das muss ja letztendlich jeder für sich entscheiden.

Ich wünsche euch noch ein schönes Wochenende!
Eure Lillie

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